Tipps zum Vererben an gemeinnützige Organisationen

Der klassische Weg beim Vererben von Werten, von Geld und Immobilien etwa, ist in Deutschland nach wie vor, die Hinterlassenschaft an die nahen Verwandten zu übergeben. Aber immer mehr Menschen überlegen sich eine Alternative: Sie wollen per Testament spenden, also ihr Vermögen, oder doch zumindest einen Teil davon, an gemeinnützige Organisationen vererben – zumal diese von der Erbschaftssteuer befreit sind.

Laut Studien denkt im Alter ab 60 jeder zehnte darüber nach, gemeinnützig zu vererben. Bei kinderlosen Menschen soll es sogar jeder Dritte sein, der gerne mit dem Testament spenden möchte. Praktische und moralische Gründe können eine Rolle spielen. Doch worauf ist zu achten, wenn man an eine gemeinnützige Organisation vererben will?
Hier gibt es dazu einige Tipps und Hinweise.

Testament-Vorlagen beim Schreiben zu Rate ziehenDas Testament richtig aufsetzen: Testament-Vorlagen nutzen oder Rechtsberatung

Wer kein Testament aufsetzt, dessen Vermögen fällt automatisch an die nahe Verwandtschaft, in erster Linie natürlich an die Kinder. Um eine gemeinnützige Organisation zu bedenken, ist daher ein Testament notwendig. Ein handschriftlich verfasstes Dokument kann reichen, wichtig ist, dass Datum, Ort und natürlich die Unterschrift vermerkt sind – um die Person des Vererbenden identifizieren zu können. Im Internet gibt es zahlreiche Testament-Vorlagen. Wer sichergehen will, dass das Testament in Ordnung ist, sollte natürlich einen Anwalt oder Notar aufsuchen und sich beraten lassen bei seinem Plan, an gemeinnützige Organisationen zu vererben.

Testament spenden: Welche Organisation ist die richtige?

Das ist die vielleicht wichtigste Frage. Soll das Geld in den Naturschutz fließen, oder armen Menschen zu Gute kommen? Es gibt viele Möglichkeiten, zu helfen! Hier sollte man sich ausführlich vorab informieren und eine Organisation finden, für deren Arbeit man sich selbst begeistern kann! Wichtig ist, dass die Organisation seriös ist und als gemeinnützig anerkannt wird (das kann sie mit einem Bescheid vom Finanzamt belegen). Sie sollte regelmäßige Berichte über ihre Arbeit und Finanzen veröffentlichen und über eine ordentliche Satzung verfügen.

Informieren, was die Organisation bietet

Viele gemeinnützige Organisationen helfen dem Vererbenden, nachdem er Abschied genommen hat. Sie kümmern sich beispielsweise um seine Wohnung und andere Dinge, die noch zu regeln sind, oder pflegen das Grab. Hier lohnt es sich, nachzufragen – vor allem Menschen, die nicht mehr viele Angehörige haben, können Hilfe finden.

Die Angehörigen einbeziehen

Zu guter Letzt sollte der Plan, an eine gemeinnützige Organisation zu vererben, mit den eigenen Angehörigen besprochen werden. So vermeidet man Missverständnisse und Streit – und natürlich Irritationen, bei der Testament-Vorlage.

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